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„Der Pflegeberuf hat Zukunft“

Bad Sassendorf, 10. November 2016 – In Krankenhäusern, Altenheimen und Rehakliniken sind die Auswirkungen des Fachkräftemangels heute schon spürbar. Besonders im Bereich der Pflege ist es heute schwierig, Personal zu finden. Die Ursachen sind vielfältig – eine der wichtigsten ist die Attraktivität des Berufsfeldes. Um diese zu steigern und damit den Beruf zukunftsfest zu machen, debattiert der Bundestag aktuell über die Reform der Pflegeausbil-dung. Die Bundestagsabgeordneten Wolfgang Hellmich und Petra Crone haben am Ende Oktober zu einer Diskussionsveranstaltung in die Klinik Lindenplatz nach Bad Sassendorf eingeladen, um den Gesetzentwurf vorzustellen und mit Experten und Interessierten darüber zu sprechen.

Petra Crone führte zunächst in das Thema ein: Pflegekräfte sind heute stei-genden Anforderungen durch die Auswirkungen des demografischen Wandels ausgesetzt. So übernehmen sie heute viele Aufgaben, die früher andere Berufsgruppen ausgeführt haben.
Derzeit gibt es drei Ausbildungen in der Pflege: Altenpflege, Kinder- sowie Gesundheits-und Krankenpfleger. Das Problem: Ein Wechsel zwischen den Berufsfeldern ist schwierig, die Bezahlung sehr verschieden. Das Ziel der Reform ist, diese drei Ausbildungen zu generalisieren und in einen Beruf zusammenzuführen. „Der Beruf muss attraktiver werden. Dazu gehört auch, dass er Perspektiven bietet und auch ein Wechsel zwischen den Tätigkeitsfeldern einfacher zu bewerkstelligen ist“, so Petra Crone. „Wichtig ist zudem auch, dass die Bezahlung aufgewertet wird.“

Der neue Ausbildungsberuf soll drei Jahre dauern. Zugangsvoraussetzung wird der mittlere Schulabschluss sein. Mit einer Assistenten oder Helferausbildung kann ebenfalls die Ausbildung aufgenommen werden. Zudem wird es für Abiturienten die Möglichkeit eines berufsbegleitenden Studiums geben, das mit dem Bachelor abgeschlossen werden kann.

Als Experten waren Michael Schulte, Pflegedirektor der Westfälisches Ge-sundheitszentrum Holding GmbH, und Gerald Klad, Schulleiter des Ausbil-dungszentrums für Pflegeberufe in Lippstadt, eingeladen. Sie gaben ihre per-sönlichen Statements zum Thema ab.
Michael Schulte zeigte auf, mit welchen Herausforderungen die Pflege in der Rehabilitation zu tun hat. „Damit wir dem demographischen Wandel begegnen können, muss sich die Pflege breiter aufstellen. Zudem müssen mehr junge Menschen die Möglichkeit haben, den Beruf nicht nur zu lernen, sondern später auch gerne darin arbeiten zu wollen.“ Er begrüßt die Reform daher sehr – auch unter dem Qualitätsaspekt. „Der Pflegeberuf verlangt ein medizinisch fundiertes Fachwissen. Um dies zu gewährleisten, ist es sinnvoll, die Ausbildung auch auf eine breite Basis zu stellen“, so Schulte weiter.
Gerald Klad teilt diese Ansicht. Die Pflegesituationen in der Praxis werden immer komplexer, weil es immer mehr ältere Menschen gibt, die mehrere Er-krankungen haben. Um diese Situationen bewältigen zu können, brauchen die angehende Pflegenden entsprechende Handlungskompetenzen. Aus diesem Grund werden an die Ausbildung in der Pflege hohe Anforderungen gestellt.
Um diesen gerecht zu werden, bedarf es einer fundierten schulischen Vorbil-dung. Jährlich werden an seiner Schule zwischen 50 bis 60 Pflegekräfte ent-lassen, die sehr schnell eine Einstellung finden. Einige von Ihnen verlassen aber nach ein paar Jahren wieder das Berufsfeld. Nicht, weil es ihnen nicht gefällt, sondern, weil die Arbeitsbedingungen in den Einrichtungen schwieriger geworden sind. „Hier besteht ein dringender Handlungsbedarf, damit gut qualifizierte Pflegefachkräfte gehalten können“, so Herr Klad weiter.


Westfälisches Gesundheitszentrum Holding GmbH
Susanne Andreas
Bismarckstr. 2, 59505 Bad Sassendorf
Tel: 02921 501-4821
E-Mail: presse@wgzh.de
www.westfaelisches-gesundheitszentrum.de

Veröffentlicht am: 10.11.2016

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